Panikkars Vorschlag der homöomorphen Äquivalente besprochen anhand von Beispielen aus dem arabisch/islamischen Bereich

Taborsky, Ursula (2004) Panikkars Vorschlag der homöomorphen Äquivalente besprochen anhand von Beispielen aus dem arabisch/islamischen Bereich. UNSPECIFIED. (Unpublished)

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Abstract

"Die homöomorphen Äquivalente sind nicht bloß wörtliche Übersetzungen, noch übersetzen sie einfach die Funktion, die das Wort (Philosophie in diesem Fall) auszufüllen vorgibt, sondern sie geben eine Funktion zu verstehen, die der vermeintlichen Rolle der Philosophie entspricht. Es handelt sich also um kein begriffliches, sondern um ein funktionales Äquivalent, nämlich um eine Analogie dritten Grades. Es wird nicht dieselbe Funktion (die die Philosophie ausübt), sondern dasjenige Äquivalent gesucht, das dem entspricht, was der Originalbegriff in der entsprechenden Weltanschauung bedeutet."1 Dies stellt Panikkars Definition des von ihm aus der Topologie (Mathematik) entlehnten Begriffs der homöomorphen Äquivalente dar. In der Topologie betrifft es einen Körper, der in einen anderen übergeführt werden kann, aber trotzdem noch Eigenschaften des Ausgangskörpers besitzt. Es geht um eine Umformung. Obwohl sich die Problematik der Suche nach begrifflichen Äquivalenten (Übersetzung) mit jener nach äquivalenten Phänomen nur schwer trennen lassen, so kommen für die Übersetzung noch einige andere Zusatzaspekte hinzu und es ist daher schwierig beide Begriffe in synonymer Weise zu verwenden. Um eine Klärung dieser Unterscheidung und damit auch gleichzeitig eine Besprechung des von Panikkar eingeführten Begriffs geht es in der zugrunde liegenden Arbeit. Vieles des hier Gesagten scheint von Panikkar vorausgesetzt zu werden. Gleichzeitig entsteht damit auch der Versuch einer interdisziplinären Arbeit, da es im ersten Teil vor allem um Übersetzungstheorien geht und der Text sich in das Fachgebiet der Translation bzw. Übersetzungswissenschaft vortastet. Anschließend sollen die Ergebnisse für eine interkulturelle Philosophie fruchtbar gemacht werden. Es erweist sich als nützlich, bereits vorhandene Studien in schon bestehenden Fachrichtungen zu nützen und deren Ergebnisse reflektiert zu verwenden und nicht in einer anderen Fachrichtung nocheinmal von vorne zu beginnen. Damit entstehen jedoch auch jene Probleme, die interdisziplinäre Arbeiten mit sich bringen. Auch hier besteht ein Übertragungsproblem, nämlich das von einer Fachrichtung zu einer anderen. Andererseits muss festgestellt werden, dass sich jene Person, die übersetzt, immerschon auf einem Weg der Interdisziplinarität und Interkulturalität befindet.

Item Type: Other
Uncontrolled Keywords: Panikkar, homöomorphe Äquivalente
Subjects: Philosophie > Philosophische Disziplinen > Gesellschaftsphilosophie, politische Philosophie, Rechtsphilosophi
Philosophie > Seminararbeiten, Diplom, Dissertationen, Arbeitspapiere > Ethik und Sozialphilosophie, Rechtsphilosophie
Philosophie > Geschichte der Philosophie > h) aussereuropäische Philosophie
Depositing User: Stefan Köstenbauer
Date Deposited: 05 Oct 2005
Last Modified: 08 Sep 2011 18:51
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/1090

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