Über das Erkenntnisproblem in IMMANUEL KANTS "Kritik der reinen Vernunft"

Eraßme, Rolf (1996) Über das Erkenntnisproblem in IMMANUEL KANTS "Kritik der reinen Vernunft". UNSPECIFIED. (Unpublished)

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Abstract

Immanuel Kant (1724-1804) gehört ohne Zweifel zu den bekanntesten Philosophen der Neuzeit. Ob er aber wie Jean Paul sagte "kein Licht der Welt, sondern ein ganzes strahlendes Sonnensystem auf einmal"1) war oder derjenige, "der sein Genie leuchten ließ, um die Wahrheit zu verdunkeln"2), wie Bouterwek es faßt, das war und ist heftig umstritten. Ziel dieser Arbeit ist es, nach einer kurzen Einführung in den philosophiegeschichtlichen Hintergrund und den Aufbau der Kritik der reinen Vernunft, die Metaphysik des von Moses Mendelssohn als "Alleszermalmer" bezeichneten Philosophen, genauer seinen Lösungsvorschlag für das Erkenntnisproblem kritisch zu beleuchten. Sollte diese Arbeit zuerst noch "Über die Metaphysik nach Kant" heißen, so stellte sich jedoch sehr schnell heraus, daß dies den Rahmen der Hausarbeit deutlich sprengen würde. Ich werde mich also auf Kritik und Antikritik der Erkenntnistheorie konzentrieren und die ebenso wichtigen und heftig diskutierten Fragen nach Gott, Seele, Kosmos und Freiheit nur am Rande erwähnen können. Die Beschäftigung mit Wissenschaftstheorie bzw. Erkenntnistheorie ist genau genommen ja allen anderen Gebieten der Philosophie vorgeordnet, so daß sie keinem wahren Philosophen erspart bleibt und große Anstrengung aber auch ebensolche Befriedigung erwarten läßt. Wie der Titel bereits sagt, beschränke ich mich ebenfalls auf das Hauptwerk Kants: die erste der drei Kritiken, die der reinen Vernunft. Schwerpunkt wird hier wiederum auf der "Transzendentalen Elementarlehre" liegen, da dort die wesentlichen Grundlagen gelegt werden sollen (vgl. Kapitel 3). Ich orientiere mich überwiegend an der zweiten Ausgabe, in der Annahme, daß der "Meister" hier seine Einsichten korrigiert bzw. letztlich gefunden hat, d.h. hier Kant am meisten Kant ist. Zitate werden in der üblichen Weise angeführt, also A für die erste und B für die zweite Auflage. Machen wir uns also mit der von Kant selbst geforderten "Geduld und Unparteilichkeit eines Richters"3) an die Überprüfung der Stichhaltigkeit der Ausführungen im besagten Werk. Dieser vielbeschworene "sichere Weg der Wissenschaften" fängt in unserem Falle mit einem kleinen Rückblick an.

Item Type: Other
Uncontrolled Keywords: Kant, Erkenntnistheorie
Subjects: Philosophie > Seminararbeiten, Diplom, Dissertationen, Arbeitspapiere > Philosophiegeschichte
Depositing User: Sissi Kemp
Date Deposited: 11 Aug 2003
Last Modified: 08 Sep 2011 18:50
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/122

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