La voix et l'écriture . Darstellung der Derridaschen Darstellung der Bewertung von Stimme und Schrift in der abendländischen Metaphysik im Anfangsteil der Grammatologie

Marestani, Daniel (1997) La voix et l'écriture . Darstellung der Derridaschen Darstellung der Bewertung von Stimme und Schrift in der abendländischen Metaphysik im Anfangsteil der Grammatologie. UNSPECIFIED. (Unpublished)

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Abstract

1. Die Metaphysik Der Kursivdruck des bestimmten Artikels will nicht nur die Bestimmbarkeit des nachfolgenden Substantivs anzweifeln, er ist obendrein noch Zitat und hat als solches am Orte seines Ursprungs eine andere semantische Funktion, nämlich die, dem Leser zu verdeutlichen, daß es eben nur eine Metaphysik gebe und folglich keine Adjektive dazu vonnöten seien, weil die Identität einer Sache mit sich selbst sowie ihre Unikalität nicht unbedingt geeignete Voraussetzungen für Verwechslungen und Mißverständnisse schaffen. Die Intention des Kursivdrucks liegt also in einer Nivellierung alles dessen, was unter Metaphysik zu verstehen ist - umgangssprachlich ausgedrückt will das heißen, daß all dies über einen Topf zu scheren und in einen Kamm zu werfen ist, und nicht nur dies, nein, sogar dem ihm übergeordneten Terminus läßt Derrida das nämliche zustoßen: " der Philosophie" . Dieser provokative Gestus ist offensichtlich als Aufforderung gedacht, alle bisherige Philosophie als einen Brei anzusehen, der mit dem immergleichen Gedanken von sehr vielen Köchen gekocht (und nach idiomatischem Gesetze natürlich auch verdorben) wurde. Will man den folgenden Ausführungen Derridas also folgen, muß man zwangsläufig erst einmal alle kleinlichen Differenzierungen wie z. B. die zwischen Rousseau und Kant oder die zwischen Descartes und Heidegger ausblenden und sich auf das einlassen, was Derrida zur Legitimation des Kursivdruckes allen unterstellt: "Onto-Theologie, jene(r) Philosophie der Präsenz" . Die Konsequenz daraus ist, daß der Autor einer Darstellung einiger Sujets der Grammatologie das Wort Metaphysik/Philosophie nur aus dem Referenzbereich des Textes verstehen darf, was sich als relativ praktisch erweist, da es sich außerhalb desselben leider doch einer gewissen Polyvalenz oder Heterogenität erfreut (womit sogar zuweilen die Existenz ganzer eigens dafür eingerichteter Studiengänge begründet wird), und aus welchselbigem Grunde es eine Erleichterung bedeutet, es als eine mit sich selbst einige Einheit denken und behandeln zu können, womit dann also das Problem der (Un-)Bestimmbarkeit dieses Terminus formal behoben und die Justifikation der Überschrift gegeben wäre.

Item Type: Other
Uncontrolled Keywords: Grammatologie, Medienphilosophie, Derrida, Metaphysik
Subjects: Philosophie > Seminararbeiten, Diplom, Dissertationen, Arbeitspapiere > Philosophiegeschichte
Philosophie > Philosophische Disziplinen > Ästhetik, Kunstphilosophie
Depositing User: Sissi Kemp
Date Deposited: 12 Feb 2004
Last Modified: 08 Sep 2011 18:50
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/126

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