Schuld und Gewissen bei Abelard

Hennig, Boris (2003) Schuld und Gewissen bei Abelard. Dialektik (1). pp. 129-143.

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Abstract

Exzerpt: Dass der Schuldige prinzipiell Zugehöriger der Gemeinschaft bleibt, führt dazu, dass das Vorliegen eines Schuldbewusstseins unverzichtbar wird. Wenn es zur Schuld gehört, dass sie nicht unmittelbar zur Ausgrenzung aus der Gemeinschaft führt, sie ihn also in dieser Weise nicht existenziell betrifft, muss der Bezug des Handelnden zu der ihm angelasteten Tat auf andere Weise gefestigt werden. Die Beziehung des Täters zu seiner Tat gewinnt gerade dadurch an Bedeutung, dass sie nicht mehr zur letzten Konsequenz führt. "Vor Gott" herrscht kein Ansehen der Person, es bleibt also der prinzipielle Status des Menschen als Mitglied der Gemeinschaft gewahrt. Indem er jedoch für schuldhaftes Tun verantwortlich ist, steht er in umso engerer Verbindung zu der Tat, sie lastet auf ihm.

Item Type: Article
Subjects: Philosophie > Geschichte der Philosophie > b) Mittelalter
Philosophie > Philosophische Disziplinen > Allgemeine Ethik
Depositing User: Dr. Boris Hennig
Date Deposited: 04 Oct 2009 09:14
Last Modified: 08 Sep 2011 18:52
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/1861

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