Einführung in die politische Philosophie Hannah Arendts

Wagenknecht, Achim (1995) Einführung in die politische Philosophie Hannah Arendts. UNSPECIFIED thesis, Universität Düsseldorf.

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Abstract

Ziel dieser Arbeit ist es, Hannah Arendts Verständnis des Politischen zu erläutern und daraus ein Modell des Politischen abzuleiten, das der empirischen Erforschung offensteht. Zunächst möchte ich den Begriff des Politischen definieren. Daß die Definition sich im Laufe einer Untersuchung ändern kann, ist klar. Ein politischer Vorgang sei idealtypisch wie folgt skizziert: Eine Menge Menschen kommt zusammen, versammelt sich; spricht miteinander, berät sich; und einigt sich schließlich auf ein Gemeinsames. Ein solches Geschehen soll politischer Vorgang heißen, die Menge aller politischen Vorgänge nenne ich das Politische. Das soll fürs erste genügen, ich komme später darauf zurück. Hannah Arendt wurde 1906 in Königsberg geboren und starb 1975 in den USA.[1] Sie war Jüdin. Als Schülerin von Heidegger studierte sie Seinsphilosophie und dieser Einfluß ist in ihren Werken spürbar, wie Delbert Barley in seiner Einführung zu Arendt nachweist[2]. Zu Beginn des Dritten Reiches arbeitete Arendt im Widerstand. Als sie vorübergehend festgenommen wurde, wußte sie, daß es höchste Zeit war, zu fliehen. Auf ihrer Flucht lernt sie den politischen Zustand der Staatenlosigkeit kennen, den sie später in den Elementen und Ursprüngen totaler Herrschaft ausführlich beschreibt[3]. Sie bleibt einige Zeit in Paris und flieht dann weiter in die USA. Ihre Bekanntschaft mit den französischen Behörden kann nicht glücklich gewesen sein, sie nennt sie später schikanös und unglaublich unfähig[4]; dagegen sind die USA das Land, das ihr zur zweiten Heimat wird. Der Frühgeschichte dieser zweiten Heimat scheinen wichtige Bestandteile ihrer politischen Philosophie zu entstammen. Für ihre Philosophie ist noch die lebenslange Freundschaft mit Jaspers von Bedeutung. Arendt publizierte meistens in Englisch, da das Deutsche aber ihre Muttersprache war, sind die deutschen Ausgaben ihrer Werke keine reinen Übersetzungen, sondern zum Teil Originalmanuskripte, auf denen auch die englischen Ausgaben beruhen, teilweise hat Arendt auch Passagen für das deutsche und das angelsächsische Publikum inhaltlich unterschiedlich bearbeitet.[5] Die Berücksichtigung all dieser Besonderheiten hätte den Rahmen dieser Arbeit gesprengt. Deshalb habe ich mich darauf beschränkt, die deutschen Ausgaben zu untersuchen.

Item Type: Thesis (UNSPECIFIED)
Uncontrolled Keywords: Arendt, Totalitarismus, Das Politische
Subjects: Philosophie > Seminararbeiten, Diplom, Dissertationen, Arbeitspapiere > Politische Philosophie
Depositing User: Sissi Kemp
Date Deposited: 07 Jul 2002
Last Modified: 08 Sep 2011 18:50
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/249

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