Einleitung: Rechtfertigungen des Unrechts. Das Rechtsdenken im Nationalsozialismus

Pauer-Studer, Herlinde (2014) Einleitung: Rechtfertigungen des Unrechts. Das Rechtsdenken im Nationalsozialismus. In: Rechtfertigungen des Unrechts. Das Rechtsdenken im Nationalsozialismus. Suhrkamp, Berlin, pp. 15-135.

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Abstract

Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 brachte eine radikale Veränderung der politischen und staatlichen Strukturen mit sich. Erklärtes Ziel der Nationalsozialisten war, die Übertragung der Kanzlerschaft als Instrument zur umfassenden Machtausübung zu benützen. Die Strategie richtete sich von Beginn an auf die Ausschaltung des Reichstages und das Verbot der anderen politischen Parteien. Die Einschränkung der in der Weimarer Verfassung garantierten Grundrechte und Grundfreiheiten sollte die völlige Kontrolle politischer Gegner ermöglichen und absichern. Um einen Vorwand zu haben, mit Notverordnungen regieren zu können, arbeitete das Naziregime aggressiv auf den politischen Ausnahmezustand hin. Zwei gesetzliche Maßnahmen waren entscheidend: die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 (Reichstagsbrandverordnung) 2 und das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz) vom 24. März 1933.

Item Type: Book Section
Subjects: Philosophie > Philosophische Disziplinen > Gesellschaftsphilosophie, politische Philosophie, Rechtsphilosophi
Philosophie > Philosophische Institutionen > Institut für Philosophie, Wien
Depositing User: Sissi Kemp
Date Deposited: 28 Oct 2015 19:58
Last Modified: 10 Jan 2016 14:30
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/2490

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