Die Identität ist der Teufel in Person": Wittgenstein un das Problem des Sinns von Identität

Tichy, Matthias (1994) Die Identität ist der Teufel in Person": Wittgenstein un das Problem des Sinns von Identität. Wittgenstein Studien, 1 (2).

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Abstract

Nach einer Skizze des Kontextes, in dem sich das Problem der Identitätsaussagen fuer den fruehen Wittgenstein stellt, wird gezeigt, weshalb die Logikkonzeption des Tractatus eine Deutung trivialer Identitätsaussagen als Tautologien nicht zulässt, worin der primäre Grund fuer den Ausschluss von Identitätsaussagen aus der Logik besteht. Wittgenstein's Kritik an Russells Identitätsdefinition, wie sie im Tractatus ausgefuehrt wird, ist demgegenüber sekundär. Später ist es nicht Freges oder Ramseys Kritik am Ausschluss von Identitätssätzen, sondern seine neue Logikkonzeption von 1929, die Wittgenstein veranlasst, Identitätsaussagen wieder als Sätze zuzulassen. Weil er ihnen jedoch keine Sonderstellung einräumen will, entwickelt Wittgenstein keine spezielle Bedeutungsanalyse von Identitätsaussagen, sondern transformiert das Problem ihrer Deutung in die Frage nach geeigneten Identitätskriterien. Bedeutsam ist diese Kontinuitaet in Wittgensteins Denken für eine genaue Abgrenzung gegenüber Positionen, die sich als Identitätskritik verstehen, wie der Kritischen Theorien der Frankfurter Schule oder dem Neostrukturalismus.

Item Type: Article
Uncontrolled Keywords: Logik, Identitätsaussagen, Tautologien, Identitätskritik, Identität
Subjects: Philosophie > Philosophische Disziplinen > Logik, analytische Philosophie
Philosophie > Philosophische Journale, Kongresse, Vereinigungen > Wittgenstein Studien 1994-97
Philosophie > Philosophische Disziplinen > Sprachphilosophie
Depositing User: Günther Friesinger
Date Deposited: 13 Feb 2003
Last Modified: 08 Sep 2011 18:50
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/427

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