Wittgenstein und die Wittgensteinforschung in Rußland

Sokuler, Sinaida Alexandrowna (1995) Wittgenstein und die Wittgensteinforschung in Rußland. Wittgenstein Studien, 2 (2).

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Abstract

Beginnen wir unsere Betrachtung mit dem Jahre 1958, als in der damaligen UdSSR die russische Übersetzung der "Logisch-Philosophischen Abhandlung" erschienen war. Das Buch erblickte die Welt dank der Anstrengungen von Frau Sofia A. Janowskaja, die viel zur Entwicklung der mathematischen Logik unter den Bedingungen des ideologischen Drucks der dialektisch-materialistischen Ideologie beigetragen hat. Die Übersetzung wurde gemacht, da man Wittgenstein als einen bedeutenden Logiker betrachtet hat. In den 60-er Jahren wurde diese Betrachtungsweise beibehalten. Die Ansichten von Wittgenstein wurden mit dem Positivismus des Wiener Kreises gleichgestellt, man betrachtete ihn als Gegner der Philosophie und als Apologeten der mathematischen Naturwissenschaft. Die Philosophie des dialektischen Materialismus wertete die These, daß philosophische Sätze und Fragen unsinnig sind, als direkten Angriff auf sich selbst, was das Verhältnis zu Wittgenstein und die vernichtenden Einschätzungen zur Folge hatten, die jede schriftliche Erwähnung seiner Philosophie begleiteten.

Item Type: Article
Uncontrolled Keywords: Sprache, Sprachspiel, Forschung, Russland
Subjects: Philosophie > Philosophische Disziplinen > Sprachphilosophie
Philosophie > Philosophische Journale, Kongresse, Vereinigungen > Wittgenstein Studien 1994-97
Philosophie > Geschichte der Philosophie > g) 20.Jahrhundert
Depositing User: Günther Friesinger
Date Deposited: 16 Feb 2003
Last Modified: 08 Sep 2011 18:50
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/465

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