Form als Vollzug oder: Was gewinnen wir mit Niklas Luhmanns Unterscheidung von Medium und Form?

Krämer, Sybille (1998) Form als Vollzug oder: Was gewinnen wir mit Niklas Luhmanns Unterscheidung von Medium und Form? Rechtshistorisches Journal, VIII (17).

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Abstract

Luhmanns Kommunikationsbegriff setzt die fuer die Moderne zum Gemeingut gewordene Praeokkupation durch die Sprache mit nuechterner Geste außer Kraft. Vehikel dieser epoché ist seine Unterscheidung von Medium und Form, kraft derer an die Stelle der Sprache zuerst einmal schlicht die Kommunikationsmedien ruecken. Sprache - daran allerdings laesst Luhmann keinen Zweifel - ist dabei "das grundlegende Kommunikationsmedium". Doch indem die Unterscheidung von Medium und Form den Horizont markiert, vor dem die Figur der Sprache erst ihr Profil gewinnt, wird etwas sichtbar, was in der sprachtheoretischen Wende zumeist verdeckt, zumindest unbemerkt blieb. Das, was dabei sichtbar wird, ist die konstitutionelle Medialitaet der Kommunikation und damit nolens volens auch der Sprache. Wie Luhmann diesen Medienbezug nun expliziert, foerdert üueberraschende Einsichten zutage, und zwar nicht nur für die Kommunikationstheorie, sondern auch für eine - bis heute ein Desiderat gebliebene - Medientheorie.

Item Type: Article
Uncontrolled Keywords: Form, Medium, Differenz, System, Medientheorie, Systemtheorie, Luhmann
Subjects: Philosophie > Philosophische Disziplinen > Gesellschaftsphilosophie, politische Philosophie, Rechtsphilosophi
Depositing User: Franz Hoegl
Date Deposited: 21 Dec 2003
Last Modified: 08 Sep 2011 18:51
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/728

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