Univeralität der menschrechte? Begründungsversuche der Universalität der Menschenrechte in ausgewählten Menschenrechtsdeklarationen

Hartmann, Natalia (2002) Univeralität der menschrechte? Begründungsversuche der Universalität der Menschenrechte in ausgewählten Menschenrechtsdeklarationen. UNSPECIFIED. (Unpublished)

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Abstract

Seit "9/11" wurden in vielen Staaten Grund- und Menschenrechte – ohne großen Protest seitens der betroffenen Menschen – eingeschränkt. Vor dem Terroranschlag des 9. September 2001 haben oft eben diese Staaten darauf beharrt, daß die Menschenrechte universal, also zu jedem Menschen gehörig und unveräußerbar, sind. War das nur Rhetorik? Womit wurde "damals" die behauptete Universalität der Menschenrechte begründet? Auf diese Frage wollen wir in dieser Arbeit versuchen eine Antwort zu geben. Wir haben angeschaut, wie in Menschenrechtsdeklarationen mit dem Anspruch auf Universalität umgegangen wird und wie versucht wird, ihn in der jeweiligen Deklaration zu begründen. Freilich, Menschenrechtsdeklarationen sind juristische Vertragstexte. Sie hängen von politischen Gegebenheiten ab und – obwohl der Anspruch auf Universalität von Menschenrechten auf eine philosophische Problematik hinweist – nicht von philosophischen Begründungen. Interessen müssen abgewogen und ausgehandelt werden. Das Ergebnis ist – zugegeben das hat mit Philosophie wenig zu tun – ein Kompromiß. Völkerrechtliche Vertragstexte haben zudem oft einen eigenen Mechanismus zur Legitimierung. Sie werden ratifiziert, d.h. von den jeweiligen gesetzgebenden Organen mit, mehr oder weniger großen, Mehrheiten angenommen. Wie kann ein Kompromiß universale (zeitliche wie regionale) Gültigkeit haben? Aber, es gibt auch Menschenrechtserklärungen, die jenseits dieses Begründungsproblems sind: Erklärungen mit religiöser Begründung. Daher haben wir versucht hinter die "Kulissen" zu schauen. Wir wollten einerseits herausfinden, ob Texte, die den Anspruch auf Universalität der Menschenrechte stellen, egal wie sie begründet ist, tatsächlich so universal sind oder ob nicht doch bestimmte "Weltbilder" zwischen den Zeilen zu finden sind. Dabei haben wir uns auf unsere eigene Interpretation der Artikel verlassen. Andererseits sollten Staaten, die von der Universalität der Menschenrechte überzeugt sind, sich entsprechend konsistent verhalten. Das hat uns veranlaßt, auch die politische Praxis in einigen wenigen Fällen in dieser Hinsicht anzuschauen. Um der Arbeit eine globale Dimension zu geben – Menschenrechte müßte es ja überall dort geben, wo es Menschen gibt – haben wir nicht nur die wichtigen internationalen Menschenrechtsdeklarationen (die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Internationalen Pakte über bürgerliche und politische, sowie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte) als Untersuchungsgegenstand herangezogen, sondern auch einige regionale Deklarationen, wie die Afrikanische Charta der Rechte der Menschen und Völker, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam und die Kairoer Erklärung über Menschenrechte im Islam. Das sind bei weitem nicht alle Menschenrechtserklärungen, doch glauben wir, für den Rahmen der Arbeit eine handhabbare Auswahl getroffen zu haben.

Item Type: Other
Uncontrolled Keywords: Universalität Menschenrechtsdeklarationen Begründungen bürgerliche und politische Rechte regionalen Menschenrechtsdeklarationen Afrikanische Charta Menschenrechte und Islam Kairoer Erklärung Human Rights
Subjects: Philosophie > Seminararbeiten, Diplom, Dissertationen, Arbeitspapiere > Ethik und Sozialphilosophie, Rechtsphilosophie
Depositing User: Users 8 not found.
Date Deposited: 25 Jun 2004
Last Modified: 08 Sep 2011 18:51
URI: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/904

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